Baggenstos/Rudolf

Seductive green light

Photography / Video / Petridishes / Living organisms 2015/2016


For Seductive Green Light, Baggenstos & Rudolf are hacking a living organism: the common forest fungus Armillaria (also known as honey fungus) which produces mushrooms at tree trunks but mostly thrives underground in vast networks of bioluminescent mycelium threads spreading across kilometers. These glowing rhizomatic systems seem akin to an illuminated subway travelling under the city but always changing. After hacking the fungus, Baggenstos & Rudolf will introduce a detour: from the forest to the white cube of the exhibition space.

Text: Jennifer Allen 2015


Master Fine Arts Degree Show 2015

Master Fine Arts Degree Show 2015 Detail Master Fine Arts Degree Show 2015 «Rhizom Kultur I» Glas, Aluminium, Agar, Buch (Rhizom G.Deleuze F.Guattari), Armillaria Rhizome / 59 x 59 cm 20. Foto Juli 2015 BesucherInnen der Ausstellung «Rhizom Kulturen A Serie» Petrischalen, Armillaria Rhizome Detail Petrischale Detail Petrischale Detail Petrischale Detail Petrischale Detail Petrischale Detail Petrischale Detail Petrischale Detail Petrischale

«Zürich Kritik» Master Fine Arts Degree Show 2015 Förrlibuckstrasse 178 11.9. – 27.9.2015 / Zürich

One part of the Jules Maeght Gallery at vernissage Our Video and Petri Dishes in the group exhibition Petri Dishes with different growth stages of the Armillaria fungus

«Kulturfolger Project in San Francisco» Jules Maeght Gallery 149 Gough Street 8. - 30.9.2016 / San Francisco CA USA

«Impact: Unknown» «Impact: Unknown» Für die Arbeit «Impact: Unknown - 1» haben wir einen Dunkelraum in die Galerie eingebaut Im Dunkelraum befand sich ein speziell modifiziertes Solarium «Impact: Unknown - 1» Solarium in Gebrauch «Impact: Unknown - 1» Detail Nach dem Solariumbesuch beantworteten die Besucher Fragen zur Wahrnehmung des Solariumbesuchs Vier Texte in denen leuchtendes Holz überliefert wurde Ein Text stammt von Paul Gauguin aus Noa Noa von 1897 Zwei Tage lang konnte das Solarium real benützt werden, an den übrigen Ausstellungstagen war die Dokumentation der Arbeit auf einer Projektion zu sehen BesucherInnen der Ausstellung

«Impact: Unknown» Kulturfolger Project, Idastrasse 46, 10. - 20.11.2016 / Zürich

In laboratories, science attempts to reproduce natural phenomena to better define the outside world; yet often the reproductions occur indoors. An artist challenges what is given, without blind faith in a specific hypothesis and potentially with unknown impacts. Can art then provoke science? With attentive, courteous, and diligent observation of natural processes, ingenious experiments of the 'artificial can also occur in the studio. Read more at --> Kulturfolger

Werk- und Atelierstipendien der Stadt Helmhaus Zürich Werk- und Atelierstipendien der Stadt Helmhaus Zürich Ausstellungsansicht mit Pilz- und Petrischalen-Überbleibseln von der Kinder-Führung

«Verborgene Dialoge - Experiment 1/6/7» Werk- und Atelierstipendien der Stadt Zürich, Helmhaus 8.10. - 20.11.2016 / Zürich




«Untersuchung zur Materialität von kaltem Licht I» Fotografie / Lambdaprint auf Aluminium / 70 x 105 cm / 2015
<strong>«Untersuchung zur Materialität von kaltem Licht I»</strong> Fotografie / Lambdaprint auf Aluminium / 70 x 105 cm / 2015 <strong>«Untersuchung zur Materialität von kaltem Licht II»</strong> Fotografie / Lambdaprint auf Aluminium / 70 x 115 cm / 2015 <strong>«Untersuchung zur Materialität von kaltem Licht III»</strong> Fotografie / Grösse variabel / 2016 <strong>«Untersuchung zur Materialität von kaltem Licht IV»</strong> Fotografie / Grösse variabel / 2016 <strong>«Untersuchung zur Materialität von kaltem Licht V»</strong> Fotografie / Grösse variabel / 2014 <strong>«Untersuchung zur Materialität von kaltem Licht VI»</strong> Fotografie / Grösse variabel / 2014 <strong>«Untersuchung zur Materialität von kaltem Licht VII»</strong> Fotografie / Grösse variabel / 2014 <strong>«Untersuchung zur Materialität von kaltem Licht VIII»</strong> Fotografie / Grösse variabel / 2014 <strong>«Quadrat»</strong> Fotografie / Lambdaprint auf Aluminium / 70 x 85 cm / 2015

«Untersuchung zur Materialität von kaltem Licht» Fotografie

Die Armillaria Pilze ernähren sich vorwiegend von herumliegendem Holz und tragen so wesentlich zum Abbau von Totholz bei. Als Saprophyten sind sie Teil des natürlichen Ökosystems. Nur wenige, der sieben in Europa heimischen Arten, können auch geschwächte oder sogar lebende Bäume befallen. Wir wollten herausfinden, wie die Pilze mit ihrem, von Auge kaum sichtbaren, Mycel das Innere von Hölzern durchwachsen. Ergeben sich unterschiedliche optische Muster? Wie sieht sein "Zuhause" im Innern des Holzes aus? Dies ist möglich, weil das Mycel biolumineszent ist und es nach einer bestimmten Zeit zu leuchten beginnt, wenn man die Hölzer aufspaltet.

Für mehr Informationen über den Pilze und leuchtendes Holz:
http://hackteria.org/wiki/Explorations_in_BioLuminescence#GLOWING_WOOD






«1m2 Netzsystem» Fotografie / Lambdaprint / 125 x 200 cm / 2015

Lange dachten wir, dass Pilze vorwiegend aus einem Stiel und ihrem Hut, also aus einem Fruchtkörper bestehen. Das ist aber oft nur die Spitze des Eisberges. Der Wesentliche Pilzkörper von z.B. Armillaria Pilzen wächst in Form von wurzelähnlichen Strängen (Rhizomorphen) in der Erde, horizontal durch den Waldboden und bildet ein grosses, zusammenhängendes Netz.
An einer beliebigen Stelle im Wald legten wir 1m2 Waldboden frei, um die dortige Vernetzung ausfindig zu machen.




«Signalzauber (Elfentanz)» Fotografie / Lambdaprint auf Aluminium / 93 x 140 cm / 2015
<strong>«Signalzauber (Elfentanz)»</strong> Fotografie / Grösse variabel / 19.6.2015 <strong>«Signalzauber (Elfentanz)»</strong> Fotografie / Grösse variabel / 24.6.2015 <strong>«Signalzauber (Elfentanz)»</strong> Fotografie / Grösse variabel / 24.6.2015 <strong>«Signalzauber (Elfentanz)»</strong> Fotografie / Lambdaprint auf Aluminium / 93 x 140 cm / 24.6.2015

«Signalzauber (Elfentanz)» Fotografie

Nur während drei, vier Wochen im Jahr, können die Männchen der kleinen Leuchtkäfer (Lamprohiza splendidula) beobachtet werden, wie sie auf der Suche nach einem Weibchen durch die Luft schweben. Auf ihrem Flug leuchten die fragilen, federleichten Käfer und zeichnen so bei einer Langzeitbelichtung eine Linie ins Bild. Wir wollten herausfinden, wie die Tiere auf ein leuchtendes Stückchen Holz am Boden reagieren und ob sie sich ihm nähern würden.
Das Holz-Licht ist im Farbspektrum dem Leuchten des am Boden wartenden Weibchen sehr ähnlich, obwohl sich die Biochemischen Strukturen des Licht-Mechanismus von Spezies zu Spezies unterscheiden.





«Desire 10» Fotografie / Lambdaprint auf Aluminium/ 93 x 140 cm / 2015

Mit "Desire 10" war das auf Ricardo ersteigerte Solarium beschriftet, das wir für einen Selbstversuch modifiziert haben und stand Pate für den Titel. Anstelle der Bräunungsröhren leuchteten Holzstücke. Wir nahmen im Scheine des biolumineszierenden Mycels ein Lichtbad und liessen das weiche Licht auf uns einwirken.

Fotodaten: Langzeitbelichtung 90 Sek. / Blende f/5 / ISO 800.
Dieses Foto (wie auch die anderen Langzeitbelichtungen) sind ohne zusätzliches Licht (oder Nachbearbeitung), bei absoluter Dunkelheit realisiert worden.





«Leuchtholz» Fotografie / Lambdaprint auf Aluminium/ 51,5 x 77 cm / 2016

- Eingemachtes Licht - Ein Versuch, Licht in Einmachgläser einzufangen. Das Pilzleuchten lässt sich aber nicht so einfach für eine Leuchtholzlampe vereinnahmen. Die Pilze leuchten wann und wie sie wollen.




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Bilder aus «Leuchtender Staub in einer Julinacht» Time lapse video / Loop, Sound 4 min / 2015

Ein vom Pilz bewohnter, aufgebrochener Baumstrunk - eine Nacht lang, vom Eindunkeln bis zum ersten Morgenstrahl - Was bedeutet das Licht?


«Erdiger Pilzgeruch mit Myzelfunkeln» Time lapse video / Loop 7 min / 2015

Bei diesem Versuch haben wir einen Baumstamm in 2 cm dicke Scheiben geschnitten und fotografiert.
Hintereinander gereiht in der Videosequenz ergibt das einen Scan durch den Baumstamm.




Nach 4 Tg 20 Std
Nach 4 Tg 20 Std Nach 6 Tg 17 Std Nach 9 Tg 23 Std Nach 11 Tg 8 Std Nach 12 Tg 22 Std Nach 13 Tg 16 Std Nach 16 Tg 5 Std Nach 17 Tg 9 Std Nach 19 Tg 1 Std

Bilder aus «Verborgene Dialoge - Experiment 7» Time lapse video / Loop, 3' 22" / 2016

In Experiment 7 haben wir zwei Petrischalen mit Mycel des biolumineszenten Hallimasch Pilz beimpft, sie einander gegenübergestellt und über 43 Tage beobachtet. Der Fotoapparat diente uns hierbei als Messgerät der Lichtentwicklung der beiden Pilze, indem er alle Stunden eine Langzeitbelichtung aufzeichnete. Erst aus der Time laps Animation der Bilder wird ersichtlich wie die zwei Pilze gewachsen sind, wie und wo sie Licht aussendeten und ob sie aufeinander reagierten.